Verantwortungsvoll spielen

Online Spielen – Freizeitvergnügen oder Sucht?

crapsDas zwanghafte Glücksspielverhalten ist seit 1992 als Krankheit anerkannt und Rentenversicherungen und Krankenkassen zahlen die ambulante Behandlung oder Psychotherapie. Spielsucht sollte man nicht kleinreden oder gar unter den Teppich kehren, Vermögensverlust, Vernachlässigung der Familie und der sozialen Kontakte gehen auch oft mit dem Verlust des Arbeitsplatzes einher. Immun gegen die Spielsucht ist keiner, aber 90% der Betroffenen sind neuesten Studien zufolge Männer. Das Erkennen von Spielsucht ist erst der erste Schritt in einer Reihe von Maßnahmen, die der Spielsüchtige ergreifen muss.

Normalerweise fällt es dem näheren Umfeld des Spielers zuerst auf: Unruhe und Stimmungsschwankungen, starke Affinität zu Glücksspielen, das Vertuschen der Problematik, der Versuch, Verluste durch intensives Spielen auszugleichen, immer höhere Geldbeträge einsetzen – auch wenn diese eigentlich nicht zur Verfügung stehen, illegale Handlungen wie Fälschungen und Betrügereien zu begehen um die Spielsucht zu finanzieren, Probleme am Arbeitsplatz oder Verlust desselben.

Gute Online-Casinos nehmen an Präventivmaßnahmen zur Bekämpfung der Spielsucht teil. Verantwortungsvolle Casinos haben Schutzmaßnahmen wie zum Beispiel „Green Gaming“ im Programm. Damit kann der Spieler eine Einzahlungsgrenze festlegen, deren Aufstockung erst nach zwei oder gar 3 Tagen möglich ist. Ober man kann seine Spielzeit begrenzen, sich ein Zeitlimit setzen.

Auch die Möglichkeit sich selbst vom Spiel auszuschließen wird von guten Casinos angeboten. Allerdings kann die Länge des Selbstausschlusses von Casino zu Casino unterschiedlich sein. Hat der Spieler den Ausschluss aktiviert, kann er sich weder in das Casino einloggen oder Aktionen nutzen.

Das wichtigste Kontrollorgan ist aber der Spieler selbst. Anhand von einigen Faktoren kann der Spieler kontrollieren, ob und wie weit seine Spielsucht fortgeschritten ist. Wenn man einige Regeln beachtet, bleibt das Glückspiel das was es sein sollte: ein Spiel. Mit dem Setzen von Zeit und Einsatzlimits kann man anfangen. Man sollte nicht spielen um psychische Schmerzen oder Depressionen zu lösen, nicht unter Einfluss von Medikamenten oder Alkohol spielen, regelmäßig Pausen machen – egal ob man gewinnt oder verliert. Der Spieler braucht einen Ausgleich zwischen Spielen vor dem Computer und anderen Aktivitäten, das Familienleben oder andere soziale Aktivitäten sollten nicht unter dem Spielen leiden, schlechte Stimmung und Müdigkeit sind keine gute Grundlage für das Glücksspiel.

Kinder und Jugendlichen ist das Glücksspiel untersagt, wer am heimischen Computer spielt muss geeignete Schutzmaßnahmen treffen. Dazu gehört ein sogenanntes Nanny-Programm oder Cybersitter. Dieses verhindert den Zugriff von Kindern und Jugendlichen auf Glücksspielseiten. Der Spieler sollte sein Kennwort nicht auf dem Computer speichern. Keine Kontodaten oder Kreditkartendetails an Kinder weitergeben und auf dem Computer eigene Profile für Kinder erstellen.

Sollten alle guten Ratschläge nicht geholfen haben und der Spieler ist in den Teufelskreis der Spielsucht geraten, so hält die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eine kostenlose Hotline, offene Sprechstunden im Chat und ein interaktives Beratungsprogramm bereit. Dort kann man einen detaillierten Test machen und sich weitere Informationen einholen. Die professionellen Beratungsstellen sind kostenlos und anonym.